Robert Kusmirowski

 

18. November 2006  – 11. Februar 2007

Mit Kunstwerken von:

 

Der polnische Künstler Robert Kusmirowski (*1973) ist bekannt für seine (zeit)aufwendigen Inszenierungen von Orten und Räumen vergangener Zeiten. Mittels einfacher Materialien erschafft der Künstler durch minuziöse Nachbildung augenscheinlich perfekte Replike von Objekten und Orten. Seine Installationen scheinen durch ihren Anachronismus das Prinzip der irreversiblen Zeit zu durchbrechen, wenn Räume der Vergangenheit in solche der Gegenwart transferiert und miteinander vermischt werden. Seine Installationen sind durchweht von einer Nostalgie, die jedoch nicht einem wehmütigen Romantizismus anheim fallen. Eher wird mit einem reflexiven Nostalgiebegriff, wie ihn die Sprachwissenschaftlerin Svetlana Boym verwendet, gehandelt. Es wird nicht versucht, etwas Vergangenes zu reetablieren, sondern über individuelle und kollektive Beziehungen zur Zeit und zur Geschichte nachzudenken. Für die Einzelausstellung im migros museum für gegenwartskunst wird Robert Kusmirowski in einer raumübergreifenden Installation ein geheimnisvolles altes Trainingslager produzieren – erinnernd an den sowjetischen Technologietraum während des Kalten Krieges.

 

Kuratiert von Heike Munder

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