Jimmie Durham: God’s Children, God’s Poem

Jimmie Durham, Maquette for a Museum of Switzerland, 2011, Sammlung Migros Museum für Gegenwartskunst, Detail, Foto: Stefan Altenburger Photography, Zurich

26. August–5. November 2017
Eröffnung: Freitag, 25. August 2017

Im Zentrum des Schaffens von Jimmie Durham (*1940 in Washington, Arkansas) steht die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und politischen Themen, aber auch die Frage der Repräsentation von zivilisatorischen Werten und Geschichtlichkeit sowie gesellschaftlicher Identität. Seine Installationen und Skulpturen reflektieren den Status des Objekts zwischen zivilisatorischem Fetisch und Kunstwerk und sind Metaphern für das mitunter komplexe und problematische Aufeinandertreffen von Mensch, Technik und Natur aus verschiedenen kulturellen Perspektiven. Internationale Bekanntheit erlangte Durham in den 1980er Jahren mit seinen Skulpturen aus Materialien wie Holz, Stein sowie Tierknochen und -schädel, mit denen er immer wieder das Einfliessen von indianischen Elementen in die zeitgenössische Kunst thematisierte und damit normierte Bildsprachen und Diskurse aufbrach. Für die Ausstellung im Migros Museum für Gegenwartskunst wird Durham, bezugnehmend auf diese früheren Arbeiten, eine raumfüllende Installation realisieren, die sich in ihrer Materialität mit Durhams Wahlheimat Europa auseinandersetzt. Basierend auf den Schädeln der grössten europäischen Tierrassen, werden die abstrakten, lebensgrossen Skulpturen die binäre Rhetorik von künstlich/natürlich, Vergangenheit/Gegenwart und nicht zuletzt die eurozentristische Norm der Unterscheidung von Kunst und Kunsthandwerk herausfordern. Durham gilt als einer der wichtigsten «Künstler-Künstler»; er hat eine Generation jüngerer Künstler massgeblich beeinflusst.

Jimmie Durham lebt und arbeitet in Berlin und Neapel. Er ist Künstler, Dichter, Essayist und politischer Aktivist. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen internationalen Ausstellungen präsentiert, zuletzt u. a.: Armand Hammer Museum of Art, Los Angeles (2017); Whitney Museum of American Art, New York (2014, 2003, 1993); Venedig-Biennale (2015, 2005, 2003, 2001, 1999); Museo Madre, Neapel (2013, 2008); MuHKA – Museum of Contemporary Art, Antwerpen (2012); Swiss Institute, New York (2012); Documenta, Kassel (2012, 1992); 29. São-Paulo-Biennale (2010); Centre Pompidou, Paris (2010); Kunsthalle Bern (2010); Musée d'Art moderne de la Ville de Paris (2009); Museum Ludwig, Köln (2006).

Die Ausstellung wird kuratiert von Heike Munder (Leiterin, Migros Museum für Gegenwartskunst). Zur Ausstellung erscheint in Zusammenarbeit mit dem Künstler eine monografische Publikation bei JRP|Ringier.


Besucheradresse
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Tel +41 44 277 20 50
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Öffnungszeiten
Di/Mi/Fr 11–18 Uhr
Do 11–20 Uhr
Sa/So 10–17 Uhr
Feiertage

Eintrittspreise
Erwachsene: CHF 12
Ermässigt: CHF 8
Do 17–20 Uhr: Eintritt frei
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