Teresa Burga

Teresa Burga, Sin titulo / Untitled, 1967, Environment, Courtesy of Galerie Barbara Thumm, Pinault Collection

26. Mai–12. August 2018
Eröffnung: Freitag, 25. Mai 2018

In einer gross angelegten Übersichtsausstellung zeigt das Migros Museum für Gegenwartskunst das vielfältige Werk der peruanischen Künstlerin Teresa Burga (*1935 in Iquitos, Peru). Ihr Œuvre umfasst ebenso Gemälde und  Environments, die der Pop-Art zuzuordnen sind, sowie konzeptuelle Zeichnungen und kybernetische Installationen. Das medial und formal-ästhetisch breite Spektrum konzentriert sich auf ein gemeinsames Thema: Burga fragt nach dem Handlungsspielraum des Einzelnen angesichts verfestigter Konventionen und Machtstrukturen. Ihre Kunstwerke sind detailgenaue Protokolle der gesellschaftlichen Verhältnisse ihrer Zeit und ihr Ziel ist die Bereitstellung von Informationen für die Betrachter. Oft auch spielerisch demonstriert die Künstlerin die Kausalität von Ursache und Wirkung und verweist damit auf die Macht des Einzelnen, auf die gesellschaftlichen Verhältnisse Einfluss zu nehmen. Grundlegend für eine solche Selbstbestimmtheit ist für Burga die systematische Erfassung und Verbreitung von Daten und Informationen, die insbesondere der technologische Fortschritt mit sich bringt. So werden eingefahrene Geschlechterrollen ebenso wie Stereotype der Kunstwelt der kritischen Auseinandersetzung preisgegeben. In ihrer künstlerischen Praxis war Burga als weibliche Vertreterin der lateinamerikanischen Kunst vielfach ihrer Zeit voraus. Erst seit wenigen Jahren wird ihr Œuvre, das sie auch mit über 80 Jahren noch stetig erweitert, von der lokalen wie internationalen Kunstszene erschlossen.

Die von Heike Munder, Leiterin Migros Museum für Gegenwartskunst, kuratierte Retrospektive ist die erste Einzelausstellung der Künstlerin in der Schweiz. Zur Ausstellung erscheint zur Eröffnung eine Monographie bei JRP|Ringier. Ausstellung und Katalog werden in Kooperation mit der Kestnergesellschaft Hannover realisiert.

Teresa Burga lebt und arbeitet in Lima, Peru. Ihre Arbeiten waren in jüngster Zeit vermehrt in internationalen Ausstellungen präsent, zuletzt u.a. an folgenden Orten: Hammer Museum, Los Angeles (2017), Sculpture Center, New York (2017), Tate Modern, London (2015), MALBA, Buenos Aires (2015), Museum Ludwig, Köln (2015), Art Institute of Chicago (2015), Biennale Venedig (2015), Sala de Arte Público Siqueiros, Mexiko Stadt (2014), Palais des Beaux-Arts, Brüssel (2014), Museu de Arte Moderna do Rio de Janeiro (2014), Biennale Istanbul (2012), Württembergischer Kunstverein, Stuttgart (2011).

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Öffnungszeiten
Di/Mi/Fr 11–18 Uhr
Do 11–20 Uhr
Sa/So 10–17 Uhr
Feiertage

Eintrittspreise
Erwachsene: CHF 12
Ermässigt: CHF 8
Do 17–20 Uhr: Eintritt frei
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