Gianni Motti

Gianni Motti (*1958) zelebrierte sein eigenes Begräbnis, gab sich als professioneller Fussballspieler aus, sprach im Namen des indonesischen Volkes an der Uno Menschenrechtskommission, verursachte Erdbeben und mimt immer wieder den bösen Terroristen, der ein System klammheimlich infiltriert und von innen heraus zusammenbrechen lässt.
Seien es politische, kulturelle oder soziale Veranstaltungen, die Motti feinsäuberlich unterwandert: es bleibt immer das Moment des Unerwarteten. Doch die Erwartungshaltung des Publikums soll nicht einfach nur gesättigt werden –  Gianni Motti versteht sich nicht als Künstler, der wie ein Hofnarr die Spektakelkultur bedient, sondern als universeller Aktivist, der die Funktion von Systemen aufzeigt und sie auch manchmal zerstört.
Mottis Aktionen pendeln fortwährend zwischen dem Rationalen und Irrationalen, zwischen Ironie und  Provokation, zwischen Gerücht und Missverständnis. So werden die Aktionen von Gianni Motti meist nur durch das Erzählen und illustrieren anhand von fotografischen Erzeugnissen vom Betrachter erlebt – der klassische Kunstbetrachter wird meist nur durch zweite Hand bedient.
Um einen Überblick über Mottis Aktionen zu schaffen, vereint dieses Buch erstmals eine grosse Auswahl an Bildern und Dokumentationsmaterial.

Herausgeber
Heike Munder

 

Deutsch / Englisch
ISBN: 978-3-905701-10-4
Juni 2005
Softcover, 213 x 290 mm
264 Seiten
Abbildugen:  248 s/w

 

Erschienen bei JRP|Ringier

Preis:
45.00 CHF

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