Geschichte

 

Seit seiner Gründung im Jahr 1996 versteht sich das Migros Museum für Gegenwartskunst als Ort der Reflexion sowie der Produktion. Der gemeinsame Einzug mit weiteren Kunstinstitutionen und Galerien in die Räumlichkeiten einer ehemaligen Zürcher Brauerei, dem Löwenbräu-Areal, war gleichermassen Geburtsstunde des Museums in seiner heutigen Form. Die aktive Mitwirkung am Prozess einer Kunstproduktion und die kontinuierliche Weiterführung der mit der Ausstellungstätigkeit verschränkten Sammlung bestimmen die Geschichte des Museums.

 

Mit einer prozesshaften Leichtigkeit hebt sich das Migros Museum für Gegenwartskunst von seinen grossen, ehrwürdigen Kollegen ab. Für seine Ausstellungen setzt das Museum auf grosse Produktionen in enger Zusammenarbeit mit den Künstlern und weniger auf Bewährtes. Der Begriff der Gegenwartskunst wird dabei als eine dynamische zeitliche Bestimmung verstanden, der ein permanentes Ausloten zwischen vorwärts und zurück schauen eigen ist. Zugleich impliziert der Begriff die Einbettung in einen gesellschaftlichen Kontext und Teilhabe an einem Prozess des Austauschs und der Produktion von Kunst. Die Ausstellungen im Migros Museum für Gegenwartskunst formulieren Kunstgeschichte als einen beweglichen Prozess, der offen ist für Überprüfungen, Korrekturen und Variationen. Die Einbindung der Sammlung in ein lebendiges Umfeld, das die zeitgenössische Kunstproduktion berührt und fördert und sich an ein aufgeschlossenes Publikum richtet, ist ein weiteres Anliegen des Museums.

 

Das vom grössten Schweizer Detailhändler Migros mäzenatisch finanzierte Museum ist Teil des Migros-Kulturprozent. Seit 1957 ist dieses freiwillige Engagement, einen festen Betrag des Umsatzes für soziale und kulturelle Zwecke zu verwenden, in den Statuten der Migros verankert.