Symposium «Mit Denkmälern sprechen? Monumente: Vergessen und aktuell»

Löwendenkmal in Luzern von Bertel Thorvaldsen, enthüllt 1821.

05.04.2018, 10:00


Wenn in den Südstaaten Amerikas wie im Herbst 2017 Denkmäler für Konföderierten-Generale gestürzt werden und damit heftige öffentliche Debatten einhergehen; wenn in Paris grosse Demonstrationen auf der Place de la République vor der Kulisse der Marianne, des Freiheitsdenkmals der französischen Republik, stattfinden – dann wird deutlich, wie potent der symbolische Wert von Denkmälern heute noch aufgerufen werden kann. Denkmäler wurden totgesagt und verachtet, zugleich bevölkern sie mit uns die Städte, sie sind präsent und ihr Auftritt geht mit konkreten Botschaften einher. Das Symposium fragt, wie aktuell die Idee des Denkmals heute ist und wie sich zeitgenössische künstlerische Vorgehensweisen darauf beziehen. Zum einen wird aufgezeigt, wie Künstlerinnen und Künstler Kommentare auf bestehende Denkmäler entwickeln oder auch ganz neue Formen einer öffentlichen Erinnerungskultur entwerfen. Zum anderen fällt der Blick auf einzelne, für heute relevante historische Aspekte – etwa wie im Format des Denkmals geschlechtsspezifische Zuschreibungen in Stein gehauen wurden.

Donnerstag 5. April
Migros Museum für Gegenwartskunst, Limmatstrasse 270, 8005 Zürich

10:00–10:30 Uhr
Begrüssung und Einführung durch Nadia Schneider Willen (Migros Museum für Gegenwartskunst) und Brita Polzer

10:30–11:15 Uhr
Siri Peyer, Kuratorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin Hochschule Luzern, Zürich: Thomas Hirschhorns prekäre Monumente

11:15–12:00 Uhr
Alexandra Pirici, Künstlerin, Bukarest: Persistent Feebleness (auf Englisch)

12:00–12:30 Uhr
Filmscreening: Jeremy Deller, We’re Here Because We’re Here, 2016

12:30–13:15 Uhr
Inke Arns, Kuratorin und Direktorin des HMKV (Hartware MedienKunstVerein, Dortmund): Living Monument? Zum Verhältnis von Reenactment und Ambivalenz in den Arbeiten von Jeremy Deller und Nikolaj Evreinov

13:15–14:30 Uhr
Mittagspause

14:30–15:15 Uhr
Mechtild Widrich, Kunst- und Architekturhistorikerin, School of the Art Institute of Chicago, Chicago und Wien: Von sozialer Plastik zu Social Media. Partizipation und Zirkulation in der Denkmalskunst

15:15–16:00 Uhr
Brita Polzer, Denkmalforscherin, Dozentin, Redaktorin, Zürich: Gegenmonumente – Pro und Kontra im öffentlichen Raum

16:00–16:45 Uhr
Christiane Möbus, Künstlerin, Hannover und Berlin: Göttinger Sieben

16:45–17:15 Uhr
Pause

17:15–18:00 Uhr
Martin Krenn, Künstler, Wien und Belfast: Das Denkmal als soziale Skulptur – zur Umgestaltung des Lueger-Denkmals in Wien und des Friedenskreuzes in St. Lorenz

18:00–18:45 Uhr
Alexander Koch, Kurator und Galerist, Berlin: Denkmäler von unten – Die Neuen Auftraggeber

Anschliessend Apéro


Freitag 6. April
Hochschule Luzern – Design & Kunst, Aktionshalle, 745 Viscosistadt, Nylsuisseplatz, 6020 Emmenbrücke

Programm

Die Veranstaltung ist öffentlich und die Teilnahme kostenfrei. Wir bitten um verbindliche Anmeldung bis zum 29. März 2018 per E-Mail an kunstvermittlung@migrosmuseum.ch (bitte geben Sie an, ob Sie an beiden Tagen oder nur an einem teilnehmen). Flyer

Moderationen: Wolfgang Brückle, Sabine Gebhardt Fink (beide Hochschule Luzern – Design & Kunst), Bärbel Küster (Universität Zürich), Brita Polzer und Philip Ursprung (ETH Zürich)

Konzept und Organisation: Brita Polzer (Denkmalforscherin); Sabine Gebhardt Fink (Hochschule Luzern – Design & Kunst, Master of Arts in Fine Arts); Siri Peyer, Rachel Mader (beide Hochschule Luzern – Design & Kunst, Forschungsgruppe Kunst, Design & Öffentlichkeit), Alena Nawrotzki (Migros Museum für Gegenwartskunst) und Peter Fischer (Projekt Löwendenkmal 21, Luzern)

Besucheradresse
Limmatstrasse 270
CH–8005 Zürich
Anreise

Postadresse
Postfach 1766
CH–8031 Zürich

Tel +41 44 277 20 50
Fax +41 44 277 62 86
info(at)migrosmuseum.ch

Öffnungszeiten
Di/Mi/Fr 11–18 Uhr
Do 11–20 Uhr
Sa/So 10–17 Uhr
Feiertage

Eintrittspreise
Erwachsene: CHF 12
Ermässigt: CHF 8
Do 17–20 Uhr: Eintritt frei
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