Symposium «Mit Denkmälern sprechen? Monumente: Vergessen und aktuell» (Ort: Hochschule Luzern – Design & Kunst, Aktionshalle, 6020 Emmenbrücke)

Queen Victoria Memorial in London von Sir Aston Webb und Thomas Brock, enthüllt 1911

06.04.2018, 10:00


Wenn in den Südstaaten Amerikas wie im Herbst 2017 Denkmäler für Konföderierten-Generale gestürzt werden und damit heftige öffentliche Debatten einhergehen; wenn in Paris grosse Demonstrationen auf der Place de la République vor der Kulisse der Marianne, des Freiheitsdenkmals der französischen Republik, stattfinden – dann wird deutlich, wie potent der symbolische Wert von Denkmälern heute noch aufgerufen werden kann. Denkmäler wurden totgesagt und verachtet, zugleich bevölkern sie mit uns die Städte, sie sind präsent und ihr Auftritt geht mit konkreten Botschaften einher. Das Symposium fragt, wie aktuell die Idee des Denkmals heute ist und wie sich zeitgenössische künstlerische Vorgehensweisen darauf beziehen. Zum einen wird aufgezeigt, wie Künstlerinnen und Künstler Kommentare auf bestehende Denkmäler entwickeln oder auch ganz neue Formen einer öffentlichen Erinnerungskultur entwerfen. Zum anderen fällt der Blick auf einzelne, für heute relevante historische Aspekte – etwa wie im Format des Denkmals geschlechtsspezifische Zuschreibungen in Stein gehauen wurden


Freitag 6. April
Hochschule Luzern – Design & Kunst, Aktionshalle, 745 Viscosistadt, Nylsuisseplatz, 6020 Emmenbrücke,
hslu.ch

10:00–10:30 Uhr
Begrüssung und Einführung durch Rachel Mader (Hochschule Luzern – Design & Kunst) und Brita Polzer

10:30–11:15 Uhr
Peter Fischer, Kunsthistoriker, freier Kurator, Hitzkirch: Löwenschmerz rührt das Herz. Zum Konzept des Langzeitprojekts L21 (2017–2021) zur künstlerische Befragung des Löwendenkmals

11:15–12:00 Uhr
Christina Schröer, Historikerin, Freiburg i. B.: Die Französische Revolution: Denkmalssturz und Denkmalsfeier

12:00–12:45 Uhr
Imke Girßmann, Kulturwissenschaftlerin, Bremen
Aushandlungen von Nation und Geschlecht am Beispiel zweier Denkmalprojekte im Hauptstadtdiskurs Berlins


12:45–13:30 Uhr
Manfred Hettling, Historiker, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale): Die Unvermeidlichkeit von Denkmälern für Gefallene

13:30–15:00 Uhr
Linda Luv, Performance zum Themenfeld "Denkmal", Foyer Viscosi 745, mit Lunch

14:45–15:30 Uhr
Susanne Hefti, Künstlerin, Zürich: Firmness – Utility – Delight. (Bau-)Denkmäler in Skopje

15:30–16:15 Uhr
Georg Kreis, Historiker, Basel: Nationale und transnationale Denkmalproduktionen der Schweiz

16:15–17:30 Uhr
Abschlussdiskussion: Sollte man (in der Schweiz) heute Denkmäler bauen?
Mit Sabine Gebhardt Fink, Georg Kreis, Martin Krenn und Mechtild Widrich. Moderation Philip Ursprung (Kunsthistoriker, ETH Zürich)

Anschliessend Besichtigung des Luzerner Löwendenkmals mit Peter Fischer (Projektleiter L21)

Die Veranstaltung ist öffentlich und die Teilnahme kostenfrei. Wir bitten um verbindliche Anmeldung bis zum 29. März 2018 per E-Mail an kunstvermittlung@migrosmuseum.ch (bitte geben Sie an, ob Sie an beiden Tagen oder nur an einem teilnehmen).  Flyer

Moderationen: Wolfgang Brückle, Sabine Gebhardt Fink (beide Hochschule Luzern – Design & Kunst), Bärbel Küster (Universität Zürich), Brita Polzer und Philip Ursprung (ETH Zürich)

Konzept und Organisation: Brita Polzer (Denkmalforscherin); Sabine Gebhardt Fink (Hochschule Luzern – Design & Kunst, Master of Arts in Fine Arts); Siri Peyer, Rachel Mader (beide Hochschule Luzern – Design & Kunst, Forschungsgruppe Kunst, Design & Öffentlichkeit), Alena Nawrotzki (Migros Museum für Gegenwartskunst) und Peter Fischer (Projekt Löwendenkmal 21, Luzern)

Besucheradresse
Limmatstrasse 270
CH–8005 Zürich
Anreise

Postadresse
Postfach 1766
CH–8031 Zürich

Tel +41 44 277 20 50
Fax +41 44 277 62 86
info(at)migrosmuseum.ch

Öffnungszeiten
Di/Mi/Fr 11–18 Uhr
Do 11–20 Uhr
Sa/So 10–17 Uhr
Feiertage

Eintrittspreise
Erwachsene: CHF 12
Ermässigt: CHF 8
Do 17–20 Uhr: Eintritt frei
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